Städtebauliches Konzept Mühlenberg

Der Entwurf „Mühlenberg Appartements“ zeigt eine Neuaufteilung der Siedlungsabschnitte zu kleinteiligen Segmenten. Dabei entstehen neben ruhigen Wohnstraßen auch U-förmige Innenhöfe, deren öffentlichen Flächen durch großzügige Mietergärten verkleinert werden und mit den neugestalteten Spielflächen ausgestattet werden. Zudem dienen die Innenhöfe als Verknüpfung zu den umliegenden Grünräumen, wie etwa dem Waldstück und dem Friedhof. Im Wohnhof am Friedensring werden zur Schließung der städtebaulichen Kante zwei Geschosswohnungsbauten, an die nördliche Stirn platziert. Das anfallende Regenwasser der Dachflächen wird in einem Regenrückhaltebecken im Inneren des Hofes gesammelt und ergänzt die Grünraumgestaltung

Plattenbausanierung Wohnblock Regierungsstraße

Dem Blick des Betrachters zeigt sich eine opulente weiße Wellenfassade, die in einem Wechselspiel aus verglasten Wintergärten und offenen Balkonen ein grafisches Muster auf die 120 m lange Fassade des WOBAU Wohnblockes zaubert. Die „Balkonwellen“ umspülen die Ecken des Gebäudes und laufen sanft in die Giebelfassaden aus. Dabei ging es nicht nur darum neue Balkone an die Fassade zu bauen, sondern die Magdeburger Stadtsilhouette um ein echtes Charakteristikum zu bereichern. Die ehemals starre, nüchterne Fassade ist in Bewegung gekommen. Mit überschaubaren Mitteln sind jetzt jeder Wohnung großzügige Freibereiche mit einer Tiefe bis zu 2,65m vorgelagert. Schließbare Loggien wechseln sich mit offenen Balkonen ab, ein bewegtes Schattenspiel entsteht.

Zentrum für Elektromobilität und Energieeffizienz (ZEE)

Der Baukörper, bestehend aus einem Hallenbereich und einem Büroriegel, besetzt die städtebaulich wichtige Straßenkante entlang der Ebendorfer Strasse. Dabei befindet sich der überkragende dreigeschossige Bereich direkt auf der Ecke zur Steinfeldstraße. Er bildet damit ein gut gewichtetes Pendant zum benachbarten Gebäudekomplex.

Der Gebäudekörper zeigt in seiner Ausformung Dynamik und vermittelt so die Botschaft seiner Nutzung als Technologiezentrum für “Erneuerbare Energien“. Der schwebende Bürobereich ist in der Kubatur deutlich gegenüber den Produktionshallen ablesbar. Schon von Weitem erkennbar bietet er auf der Straßenecke eine gute Orientierung und markiert den Eingangsbereich. Die teilbare Produktionshalle schiebt sich unter den Büroriegel und kann – je nach Nutzung – verschiedene Werkstattbereiche aufnehmen.

Figurentheater – Sanierung Rayonhaus + Verbindungsneubau

2012 erhielt die FigurenSpielSammlung Mitteldeutschland in der sanierten Fachwerkvilla aus dem Jahr 1884, dem Rayonhaus, ein neues Zuhause. Auf 600qm Ausstellungsfläche und drei Etagen wird mit Theaterpuppen und anderen Objekten die Geschichte des Puppenspiels lebendig. Über einen modernen Verbindungskörper mit Cafe ist die Sammlung mit dem benachbarten Theater verbunden. Der rote Cafekörper empfängt den Besucher und bildet dabei eine neue, gutsichtbare und barrierefreie Adresse. Mit Puppentheater, Sammlung und Café hat sich so ein Ort entwickelt, der Tradition und Gegenwart der Puppenspielkunst auf einzigartige Weise erlebbar macht. Baukosten 1,66 Mio. € brutto

Terrassenwohnen “Elbbahnhof”

Auf dem Gelände des historischen Elbbahnhofes entstanden sechs moderne, drei- und fünfgeschossige Wohngebäude. Terrassenartig stufen sich die Häuser nach Süden hin ab und verzahnen sich so mit der Landschaft. In Form, Ausrichtung und Materialität fließt die Bebauung in den angrenzenden Klosterbergegarten über. Die sich nach Süden hin öffnenden Wohnräume haben jeweils private Terrassen und Gründächer. Die halbversenkte offene Tiefgarage blendet den ruhenden Verkehr optisch aus. Begrünte Pflanztröge lagern den Wohnungen vor und bieten zusätzlichen Naturraum. Im Erdgeschoss werden die Wohnungen durch großzügige private Vorgärten zusätzlich aufgewertet. Insgesamt entstanden 39 Wohnungen und 6 Gewerbeeinheiten, welche im Erdgeschoss der fünfgeschossigen Bauten untergebracht sind. Baukosten 10,2 Mio. € brutto

Büro- und Forschungsgebäude „Elbe Office“ Wissenschaftshafen

Direkt an der Elbe, in unmittelbarer Nähe zur Universität erstreckt sich der Wissenschaftshafen entlang des historischen Handelshafens. Hier entstand ein vielfältig, lebendiges Stadtquartier für Innovation, Dienstleistung und Wissenstransfer. Das am Ufer gelegene, Büro- und Forschungsgebäude ist dabei eines der zentralen Neubauten. Der geschwungene, zweiflügelige Baukörper ist  in zwei autarke Büroflügel unterteilt. Der mittlere Verbindungsbereich kann dabei von beiden Seiten erschlossen werden. An ihn reihen sich im Erdgeschoss die Foyers, Bürobereiche, das Bistro und Möglichkeiten zur Mehrzwecknutzung. Mit dem direkten Zugang zur dreiseitigen Elbterrasse bildet der Bürobereich mit Bistro das öffentliche Kernstück des viergeschossigen Gebäudes, das eine große Flexibilität und Variabilität der Nutzungseinheiten zeigt.

Schule an der Muldaue

Das Konzept bedient sich eines klassisch modernen Architekturkonzepts mit einem horizontal ausgerichteten, auf einer Stützenkonstruktion schwebenden Baukörper. So kann das Erdgeschoss auf den Außenraum frei reagieren. Die Eingänge werden als Einschnitte in das Volumen ausgebildet. Einzelne, zusammenhängende Funktionsbereiche stellen sich als untergestellte, bronzierte Boxen dar.

Die Raumorganisation der Obergeschosse erfolgt nach einem strengen, optimierten Prinzip: Alle Unterrichts- sowie Vorbereitungs- und Förderräume werden an der Süd- bzw. Nordseite linear angeordnet und von je einem separaten Flur erschlossen. In der mittleren, tageslichtfernen Zone werden zentral die Aufzüge zur barrierefreien Erschließung, die Treppenhäuser, WC-Anlagen, untergeordnete Nebenräume sowie die Garderoben angeordnet.

Der außenliegende, feststehende, bronzierte Sonnenschutz der beiden Obergeschosse fasst alle Fenster zu einer großen Öffnung zusammen und verleiht dem Baukörper die notwendige Ruhe. Die Materialität der Erdgeschossfassade wird hier fortgeführt.

Umbau Marketing- und Besucherzentrum Forum Strube

Mit dem Umbau der ehemalige Zuckerrübensaftfabrik zum Vertriebs- und Marketingzentrums wird die Geschichte des historischen Gebäudes fortgeschrieben. Die behutsamen Sanierung und das Sichtbarmachen von Alt und Neu machen den Altbau wieder erlebbar. Grundsätzlich werden energetische Maßnahmen zur Gebäudeverträglichkeit umgesetzt. Strukturell werden in den großen Hallenräumen Büros und Besprechungsräume, sowie der große Veranstaltungsraum mit angrenzender Ausstellungsfläche neu angeordnet. Dabei bietet der Veranstaltungsraum im zweiten Obergeschoss für bis zu 300 Personen Platz. Ein neues Treppenhaus, Aufzüge und eine neue Zwischenebene erweitern das Raumangebot. Der Vorplatzbereich wird neu strukturiert und das Gelände mit einem zentralen Eingang an modelliert.

Wohnhaus Pfälzer Platz

Das neue Wohnhaus wirkt wie ein „gläserner Schiffsbug“, der sich auf den Platz hinausschiebt. Die Fassadengestaltung ist dabei besonders durch die nach vorn geschobenen Loggien geprägt, welche auch zu Wintergärten verglast sind. Die hervortretenden wechseln sich mit den zurückspringenden Fassadenbereichen ab und bilden so Balkone, die größtenteils auch überdacht sind. Im Kontrast dazu stehen das Sockelgeschoss mit Sonderfunktionen sowie die aufgesetzten, zurückspringenden Kuben im sechsten Obergeschoss. Diese sind in Richtung der Ecke platziert und halten gebührenden Abstand zu den Rändern, so dass ein sanfter Höhenübergang zu den angrenzenden Sattel- und Walmdächern der Nachbarn entsteht. Desweiteren beherbergt das Wohnhaus eine Tiefgarage und einen Innenhof als begrünten Rückzugsbereich. Baukosten 5,5 Mio. € brutto

“Schützenhof – Terrassen”

Die großzügigen Einzelbaukörper vermitteln in Größe und Ausrichtung harmonisch zwischen den für das durchgrünte Quartier typischen Zeilenbauten der 60er Jahre und der kleinteiligen Einfamilienhausstruktur. Durch ihre Terrassierung erlauben sie vielseitige Ausblicke und Perspektiven in die Landschaft. Das zentrale Plateau bildet einen begrünten Platz, hier sind Gewerbe, Cafeterrassen sowie ein Kinderspielplatz an geordnet. Mit der abwechslungsreichen Form und klaren Materialität wird ein Akzent in die Mitte des Quartiers gesetzt. Die hochwertigen Wohnräume sind nach Süden mit privaten Terrassen und Gärten zur Landschaft hin geöffnet. Die Erdgeschosswohnungen besitzen private Gärten, die hervorragend für Familien mit Kindern geeignet sind. Auch das Dachgeschoss bietet attraktiven Wohnraum mit uneingeschränktem Rundumblick.