Wohn- und Geschäftshaus Steinbrücke

Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich an der Steinbrücke im Kernbereich der historischen Innenstadt Quedlinburgs, die als UNESCO Weltkulturerbe ausgewiesen ist. Der Neubau stellt ein wesentliches Reparaturelement des historischen Stadtgrundrisses dar. Als wichtiges Element zur Einbindung in den städtebaulichen Kontext wurde ein Satteldach gewählt. Eine Nutzung mit modernen Gewerberäumen und barrierearmen Wohnungen für eine Altersgruppe 50+ in attraktiver Innenstadtlage, konnte mit der Herstellung einer Doppelfassade erreicht werden. Diese ermöglicht die Aufnahme der stadttypischen historischen Fensterachsengliederung bei gleichzeitiger Ausbildung dahinter liegender Loggien und raumhoher Fenster.

Erweiterungsneubau der Grundschule Gudrun Pausewang

Die Gudrun-Pausewang-Schule ist eine 3-zügige Grundschule der Klassen 1-4, mit ca. 300 Schülern. Im Neubau sind die Schule, der Hort, ein Multifunktionsraum mit Ausgabeküche und eine Schülerbücherei untergebracht. Die Schülerbücherei ist unabhängig vom Schulbetrieb nutzbar und abtrennbar. Der Schulbau ist ein 2-spanniger Baukörper mit dazwischenliegenden Funktionsräumen. Jede Ecke des oberen Geschosses beinhaltet die 3 Unterrichtsräume, den Gruppenraum, den OGS Bereich und das Materiallager einer Klasse (1. bis 4.). Das Obergeschoss ist durch einen Luftraum und eine gerundete Treppe mit dem Mensabereich verbunden.

Neubau Altenpflegeheim der 4. Generation / Betreutes Wohnen

Der Baukörper ist möglichst weit an die nördliche Grenze des Grundstücks gerückt, um Außenfläche für einen gestalteten Gartenbereich sowie für den begrünten, ruhig in sich geschlossenen Innenhof zu schaffen. Durch die Lage des Eingangsgebäudes entsteht ein gerahmter Vorplatz mit Zufahrt und Stellplätzen. Das eingeschossige Gebäude selber besteht aus einem zweiflügeligen Wohnbereich, welcher in der Mittelzone einen Funktionsstrang besitzt. Der niedrige Baukörper und zusätzliche Oberlichter ermöglichen eine natürliche Belichtung in allen Gebäudeteilen. Das Altenpflegeheim ist in vier Wohngruppen mit je zwölf Zimmern gegliedert. Die Wohnbereiche orientieren sich jeweils zu den Grünräumen. Im Eingangsgebäude befinden sich das Foyer, eine Cafeteria mit Küchenbereich sowie die Verwaltung, Personalräume und Technikräume.

Passivhausschule am Regenstein

Die Schule „Am Regenstein“ ist eine zweizügige Grundschule der Klassen 1 – 4 mit ca. 200 Schülern. Im Erneuerungsbau werden Schule, Hort und ein Multifunktionsraum mit Ausgabeküche untergebracht. Der Multifunktionsraum sowie der Hort sind unabhängig vom Schulbetrieb nutzbar und abtrennbar. Die Betriebs- und Energiekosten werden aufgrund der kompakten Architektur und dem Ziel, den Baukörper im Passivhausstandard zu errichten, auf ein Minimum reduziert. Das Gebäude ist in seiner Längsachse nach Nord-Süd ausgerichtet. Alle Klassenräume bzw. Horträume erhalten dadurch eine Ost- bzw. West- Ausrichtung. Der Baukörper wird teilweise im Erdreich eingebettet und erhält somit einen differenzierteren Bezug zum Außenbereich mit Schulhof und Schulgarten.

Sanierung Jugendstilvilla

Die dreigeschossige Villa (1901) ist ein zentraler Repräsentant des Quedlinburger Jugendstils. An der Bode gelegen, ist sie von einem großzügigen Garten umgeben. Während in das Erdgeschoss des Wohnhauses eine Arztpraxis integriert ist, wird das Obergeschoss als Wohngeschoss des Eigentümers genutzt. Das Dachgeschoss wird ebenfalls zu Wohnzwecken genutzt, oder als Ferienwohnung vermietet. Bei der Sanierung der Villa wurde darauf Wert gelegt die großzügigen Raumfolgen und Strukturen im Charakter der Bauzeit, zu erhalten und ablesbar zu machen. Originaleinbauten wie Innentüren, das Treppenhaus und die bleiverglasten Buntglasfenster wurden erhalten und wieder aufgearbeitet. Die Fassade der Villa ist durch formenreichen Stuck geprägt, der durch die Sanierung  wieder sichtbar hergestellt wurde.

Ausstellungs- und Eingangsgebäude Nationalpark Hochharz

Das an der Brockenstraße gelegene Gebäude vereint unter einer Flachdachscheibe sich unterschiedlich darstellende Funktionen. So ist die angehobene, sehr transparente Plattform als einladender Ausstellungs- und Informationsbereich definiert. Wie ein auskragendes Holzdeck kann sie auch von Besucher als Sitz- und Wartefläche verwendet werden. Kreuzungs- und Verbindungspunkt ist der Kontrollbereich des Rangers, er steht unter der Dachscheibe hervor und bildet eine Torsituation, welche sich auch im Materialwechsel wiederspiegelt. Der Kontrollbereich kann direkt vom Außenraum betreten werden und hat eine Verbindung zur Ausstellung. Wichtig für das Gesamtkonzept ist die Einbeziehung  des Außenbereichs, so wurde die angrenzende Quelle in das Gebäudekonzept integriert.

Ersatzneubau Boardinghouse Rotehornpark

Ersatzneubau Boardinghouse Das Elb Vogelperspektive

Der moderne Ersatzneubau des Sporthotels steht auf einem hochwassersicheren Plateau, welches fast unsichtbar die Tiefgarage beherbergt. Der riegelförmige Baukörper, mit zwei auskragenden Obergeschossen und dem zurückgesetztem Sky-/ Staffelgeschoss, orientiert sich zum Wasser und gewährt so den Blick und den Zugang vom Park zum Wasser. Das Erdgeschoss mit Empfangslobby, Gastronomie und Seminarbereich erhält so eine große von früh bis spät besonnte, öffentliche Freiterrasse. Immer wieder spielt der geschwungene Baukörper mit holzverkleideter Fassade geschickt durch seine Transparenz und Materialität mit der Umgebung des Parks und dem weiten Blick auf den Elbarm.

Fassadensanierung Antoinettenstraße

Der Kern unserer Idee ist, aus einem alten kantigen Wohnblock mit wenigen Mitteln ein dynamisch, anmutendes, geschwungenes modernes Haus zu entwickeln. Entworfen wurden Balkone mit einer dezent gebogenen Kubatur, die sich aus der Wohnscheibe heraus löst und gleichzeitig mit weichen Flügeln die Schmuckgiebel umfasst. Die Eckbereiche erfahren eine Aufwertung durch die herumgezogenen Balkongeländer – der Block wirkt nicht mehr wie eine Scheibe, sondern als ganzheitliches Gebilde. Geplant ist zudem der Abbruch der vorhandenen Eingangsbereiche, welche den Nachteil haben, dass diese nicht von den Bewohnern barrierefrei erschlossen werden können. Anstelle dessen wird es neue, eingehauste und mit Hubliften ergänzte Eingänge geben, welche das geschwungene Leitbild der Balkonfassade auf der Rückseite zum Hof fortführen. Ein warmer Orange-Ton wird die Unterseiten der Kragplatten schmücken und gemeinsam mit dem Glaselement in sonnigem Gelb wird die Farbkombination zu einer gemütlichen und behaglichen Atmosphäre aus der Westseite beitragen.

Erweiterungsbau Seniorenresidenz „am Eiskellerplatz“

Der dreigeschossige Neubau wurde in Form einer „liegenden Acht“ als Erweiterungsneubau für eine bestehende Seniorenresidenz konzipiert. Das Gebäude bindet sich städtebaulich zwischen dem Eiskellerplatz und dem Guts-Muths-Weg ein, nimmt sich in seiner Geschossigkeit jedoch wohltuend zurück. Aus der fest umrissenen 8-förmigen Grundform wölben sich die beiden Treppentürme hervor. Über der leicht und transparent gehaltenen Fassade des Erdgeschosses lagern sich die beiden massiven Wohngeschosse auf. Hier befinden sich jeweils zwei Hausgemeinschaften mit je zehn Zimmern. Insgesamt wurden 40 Wohn-/ Pflegeplätze errichtet. Die Zimmer sind als Einzelzimmer mit eigenem Sanitärraum ausgestattet und können bei Bedarf zu 2-Raumwohnungen zusammengeschaltet werden.

Umbau Wohnhochhaus Bugenhagenstraße

Fassadendetail Wohnhochhaus

In der südlichen Innenstadt von Halle (Saale) befindet sich das hochwertig sanierte Wohnhochhaus.
Auf zehn Ebenen sind eine Tiefgarage, das Erdgeschoss mit zwei Gewerbeeinheiten und sieben darüberliegende Etagen sowie ein Staffelgeschoss mit Wohnnutzung verortet. Die oberste Staffelebene ist als neue Stahlkonstruktion ergänzt und erhöht dadurch das Gebäude um dieses weitere Geschoss.

Die umfangreiche Änderung und Umnutzung des einstigen Bürogebäudes zu einem Wohn- und Geschäftshaus bedingte die vollständige Entkernung des Bestandes. Die Elementfassade wurde komplett rückgebaut und sämtliche Ausbauten, nicht tragende Innenwände sowie die Haustechnik wurden abgerissen.
Eine Besonderheit ist die neue Fassadenkonstruktion – auch in Hinblick auf den Brandschutz, da es sich um ein Hochhaus handelt: Auf einer beplankten Holzrahmenkonstruktion ist die Vorhangfassade aus Aluminium befestigt. Diese ist umlaufend überwiegend brüstungshoch gestaltet. In Teilbereichen ist die Aluminiumbekleidung schräg ausgeschnitten und mit dunklen Lochblechen dahinter versetzt. Dadurch gelingt ein bewegter Hell-Dunkel-Kontrast. Zurückgesetzte Bereiche sind in einem beigefarbenen Ton abgesetzt und Rücksprünge wie Balkone, Loggien, Laubengänge tragen einen zarten Grünton.

Das gesamte Gebäude ist auf Grund eines neuen Aufzugs barrierefrei zu begehen. Insgesamt umfasste die Planung 45 Wohnungen. Jeder dieser Wohneinheiten verfügt über eine Terrasse oder Loggia, großflächige Fensterfronten sowie bodengleiche Duschen und eine Fußbodenheizung. Letztere dient in den warmen Sommermonaten gleichwohl einer „kühlenden“ Bauteilaktivierung (bzw. sommerlichen Temperierung). Straßenseitig sind Wohnungen zum Teil über einen Laubengang zu erschließen. Damit wird das Thema der Subtraktion (Abzug), wie bei den Balkonen und Loggien, wieder aufgegriffen und schafft auch auf dieser Gebäudeansicht die zartgrüne Tiefe in der Kubatur.

Insgesamt ist das Wohnhochhaus nicht nur auf Grund seiner Höhe ein Blickfang im neuen Parkviertel. Die besondere Fassadenkonstruktion, die dezente Farbgestaltung sowie die modernen Wohngrundrisse sind das Geheimnis des ganzheitlich durchdachten Gebäudekonzeptes. Ruhiges Wohnen im Grünen im ehemaligen Verwaltungsgebäude der VEB Pumpenwerke.