Harzsparkasse

Mit dem Umbau der Filiale der Harzsparkasse in Blankenburg wurde zunächst ein barrierefreier und rollstuhlgerechter Zugang für Kunden und Mitarbeiter geschaffen. Die aktuellen Bedürfnisse einer Kundenbetreuung sind in den innenräumlichen Strukturen umgesetzt: Der aufgeweitete Windfang bietet fortan Platz für die Automatenaufstellung und zusätzlich erzeugen räumlich geschlossene Bereiche Beratungsräume mit mehr Privatsphäre. Mit einem ganzheitlichen Innenraumkonzept gelang es, die Unternehmenspräsenz entsprechend wieder zu geben und eine willkommene Atmosphäre für Kunden und Mitarbeiter zu gestalten.

Plattenbausanierung Kornmarkt

Das neugestaltete Wohn- und Geschäftshaus am Kornmarkt ist ein Strukturumbau eines DDR-Plattenbaus aus drei Segmenten. Die straßenseitigen Fassaden orientieren sich nach Norden und Westen und beherbergen Gewerberäume im Erdgeschoss. Auf der rückwärtigen Süd-Ost Seite schließt ein hofartiger Außenbereich mit Stellplätzen sowie Frei- und Spielanlagen an. Der Umbau beinhaltet sowohl die Verschlankung als auch die Herstellung einer barrierefreien Erschließung. Die Wohnungen werden dabei hofseitig, die Gewerbeeinheiten straßenseitig erschlossen. Zur konstruktiven Umsetzung der Wohnungsgrundrisse wurden die vorhandenen tragenden Innenwandplatten beibehalten. Das komplette Dachgeschoss wurde neu interpretiert und durch ein zurückspringendes Staffelgeschoss mit großzügigen Dachterrassen ersetzt.

„Design Akademie Saaleck“ – Sanierung Saalecker Werkstätten

Design Akademie Saaleck | schonende Restauration der Wohn- und Gartenanlage Saalecker Werkstätten | Gestalter im Handwerk

Die Wohn- und Gartenanlage Saalecker Werkstätten repräsentieret ein Bauvorhaben mit bedeutungsvollem sozialgeschichtlichen, städtebaulichen, bau- sowie kunstgeschichtlichen Wert. Hoch über dem Saaletaal entsteht mit ihm eine Akademie für „Gestalter im Handwerk, ambitionierte und visionäre Designer, Architekten und angehende Unternehmer aus den entsprechenden Disziplinen“ [Konzeptpapier dieDAS – Design Akademie Saaleck].

Die historischen Gebäude gilt es zu erhalten. Dafür ist geplant die Bausubstanz schonend zu restaurieren sowie auch eine Reihe moderner Eingriffe vorzunehmen, welche für die geplante neue Nutzung baulich eindeutig etwas Neues definieren. Das Ensemble besteht aus mehreren Gebäuden wie Haupthaus, Pferdestall, Remise, Werkstatt und Torhaus.

 

„Design Akademie Saaleck“

Wohnquartier Karl Sasse

Wohnquartier Stadtvillen

Das Wohnquartier Karl Sasse befindet sich im Magdeburger Stadtteil „Alte Neustadt“ und markiert zwei Ecksituationen an der Johannes-Kirsch-Straße.

Drei freistehende Stadthäuser bilden in gelockerter Anordnung auf einem durchgehenden Tiefgaragensockel das Ensemble, welches von Licht, Luft und Sonne umspült wird. Dadurch erfüllen die insgesamt 42 Mieteinheiten einen modernen Wohnanspruch. Zudem bietet die Tiefgarage 60 Fahrzeugen einen Stellplatz.

Die beiden äußeren Häuser formen die straßenbegleitende klare städtebauliche Kante. Das südliche Eckhaus, welches am Kreuzungspunkt Wittenberger Straße steht, bildet durch seine spitzwinklige Ausformung den spannendsten Baukörper. Durch den Rücksprung des mittleren Hauses wird das gesamte Wohnquartier aufgelockert. Ziel war ein Stück Stadtreparatur mit hoher Wohnqualität. Das „Blech“ unter die Erde zu bringen und dabei den Stellplatzdruck der umgebenden Häuser zu nehmen, war eine kostenintensive aber lohnende Entscheidung. Die dadurch verlorene Grundstücksfläche wurde durch eine hochwertige Intensivbegrünung wieder als Landschaft zurückgegeben.

In den Stadtvillen sind moderne barrierefreie 2-, 3- und 4-Raum-Wohnungen entstanden. Großzügige Familienwohnungen finden sich in den Erdgeschossen, die einen eigenen Gartenanteil für Kinder auf dem begrünten Tiefgaragendach nutzen können. Ein kleinteiliger Wohnungsmix findet sich – auch für ältere Menschen – in den Obergeschossen wieder. Dadurch wird das gemeinsame Miteinander von Jung & Alt gefördert. Die Staffelgeschosswohnungen sind mit großzügigen Dachterrassen ausgestattet. Und Servicebereiche, wie Müll- und ein Fahrradraum sind jeweils eingangsnah im EG angeordnet / Technikräume und Mieterabstellräume sind im KG platziert. Alle Wohnungen verfügen über eine überdachte Loggia.

Das Materialkonzept ist ein klares und bewusst zurückhaltendes: Die Staffelgeschosse setzen sich farbig ab und zwischen den französischen Fenstern findet eine horizontale Bänderung statt. Diese ist als anspruchsvolle Besenstrich-Putztechnik ausgeführt. Konstruktiv entschied sich die Bauherrenschaft für eine Ziegelbauweise ohne zusätzliches Wärmedämmverbundsystem. Keine erölbasierten Polystyrol-Hartschaumplatten, sondern plangeschliffene Hochlochziegel mit integrierter Perlitdämmung kamen zum Einsatz. Die Tonziegel verfügen über eine temperatur- und feuchteregulierende Eigenschaft. Zudem geben sie statische Sicherheit und meistert höchste Belastungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Der Wunsch dahinter: Hier wohnt man nicht in der Plastiktüte, diese Häuser atmen!

 

Sanierung Schloss Neu-Augustusburg

Sanierung der größten frühbarocken Schlossanlagen Mitteldeutschlands | Reviatlisierung des Südflügels | Stuckdecken Gewölbedecken

Die dreiflüglige Schlossanlage mit hufeisenförmigem Grundriss gehört zu den größten frühbarocken Schlossanlagen Mitteldeutschlands. Mit der Sanierung des südlichen Westflügels und des Südflügels wird die seit mehreren Jahrzehnten leerstehende Schlosshälfte revitalisiert und das Ensemble als Ganzes wieder nutzbar gemacht.

Auf drei Geschossebenen verteilen sich künftig zahlreiche Büroeinheiten, Besprechungsräume und Funktionsflächen. Dafür werden die Grundrisse z.T. aufgebrochen und neu organisiert.

Restauratorisch wertvolle Befunde werden in das Nutzungskonzept integriert, erhalten und sichtbar gemacht. Die Überreste der historischen Bausubstanz des Schlosses werden demnach konserviert. Des Weiteren erhalten Fassadengliederungen, die erhabenen Raumhöhen und besonderen Räume mit Stuckdecken und Gewölbedecken die ehemalige Schlosscharakteristik.

Hort Rothensee

Für die bestehende Grundschule in Magdeburg-Rothensee ist ein eingeschossiges Hortgebäude für rund 170 Kinder geplant. Auf Grund der beengten Grundstückssituation wurde ein kompakter Baukörper entwickelt, der auf nur einer Ebene in Gänze barrierefrei zu erschließen ist.

Die Hauptnutzräume wickeln sich entlang eines Ringflures an der Außenwand ab, während Nebenräume im inneren, unbelichteten Bereich angeordnet werden. Ein kleiner Innenhof beleuchtet und belüftet die ebenfalls im Inneren angeordneten Räume Teeküche und Bibliothek.

Das Bestandgebäude der Schule wurde in den 1920er jahren von Johannes Göderitz geplant und steht unter Denkmalschutz. Dieser Kontext hatte wesentlichen Einfluss auf den Neubau: Sowohl die Dachform als auch das Fassadenmaterial – rotfarbener Klinker – schaffen ein Ensemble, ohne dass der Hortneubau den Göderitzbau dominiert.

Neubau Wohn- und Geschäftshaus Himmelreichstraße

Eckbebauung Himmelreichstraße - Krügerbrücke, Neubau Wohn- und Geschäftshaus

Inmitten der Altstadt von Magdeburg befindet sich eine Brachfläche, die auf Wiederbelebung mit neuer Architektur wartet. Im städtebaulichen Konzept für den Neubau wurde eine Blockrandschließung entlang der Krügerbrücke und der Himmelreichstrasse entwickelt, die ein neues U-förmiges Gebäude formt. Dieses reicht bis an die Leiterstrasse 4 heran und repariert nun den bisher offenen Brandgiebel. Es entsteht ein gut proportionierter Innenhof mit drei neuen Fassadenseiten.  Durch das eingerückte Erdgeschoss entlang der Krügerbrücke wird die wichtige Blickbeziehung zwischen Ulrichsplatz und Faunenbrunnen an der Leiterstrasse bewahrt. Fußgängern wird so die Blickachse zwischen beiden Plätzen geöffnet. Mit seinen 5 Hauptgeschossen nimmt der Neubau die Trauflinie des gegenüberliegenden Blockes in der Himmelreichstrasse auf, vermittelt jedoch durch zwei weitere Staffelgeschosse zu den umliegenden 6- und 8-Geschossern. Die gut ausbalancierte Höhenstaffelung fungiert als städtebauliches Bindeglied und schließt somit die heute noch zerklüftete ehemals kriegszerstörte Stadt.

Die Adressen der fünf Hauseingänge befinden sich jeweils an den öffentlichen Straßen und bieten so eine gute Orientierung. Im Erdgeschoss befinden sich kleinteilige Läden, im 1. und 2. OG Büronutzung, die vielfältig unterteilbar ist. Ab dem 3.OG kann in 2-, 3- oder 4-Raumwohnungen gewohnt werden, jeweils mit eigener Loggia. Interessante Ausblicke bis zum Dom und über die Altstadt bieten die Dachterrassen der Staffelgeschosswohnungen. Die verkehrsberuhigte Lage erhöht die Qualität der modernen hell verglasten Wohnungen.

Neubau Kindertagesstätte „Entdeckerhafen“

Neubau der Kindertagesstätte "Am Entdeckerhafen" im neuen Wohngebiet von Wolfenbüttel

In dem neuen Wohngebiet „Am Södeweg“ in Wolfenbüttel finden zukünftig 160 Kinder in dem zweigeschossigen Neubau der Kindertagesstätte „Entdeckerhafen“ Platz.

Im Erdgeschoss sind die Gruppenräume für die Kinderkrippe mit Schlaf- und Waschräumen, außerdem die zentrale Piazza als Kinderrestaurant untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich die Räume für den Kindergarten mit Waschräumen sowie die Büro-, Personalräume, das Atelier und der Bewegungsraum.

Die Fassade wird als mehrschalige Konstruktion mit rotem Verblendmauerwerk errichtet und Teilbereiche durch Faserzementplatten verkleidet. Der rückwertige Laubengang wird durch die farbige Schiebeläden gestaltet. Im Obergeschoss bietet sich Platz im Freien zum Spielen ohne die Etage zu verlassen. Durch die Fensterfronten entstehen weite Sichtachsen, welche einen freundlichen und sonnigen Kindergarten garantieren.

Für das Außengeländes wird die natürliche bewegte Geländesituation genutzt. Es entsteht ein naturnaher, kleinteiliger Garten mit Beeten, Kräutern, Stauden und verschieden Spielmöglichkeiten.

Grundschule Westerhüsen

Das Bestandsgebäude der zweizügigen Grundschule in Westerhüsen wird saniert und erweitert. Rund 200 Schüler nutzen die Schul- und Horteinrichtung.

Der viergeschossige Erweiterungsbau ist an der Südseite geplant. Mittels Aufzug wird nicht nur der neue Abschnitt barrierefrei erschlossen, sondern auch das Bestandsgebäude. Die Nutzräume werden analog des Bestandes entlang eines mittleren, notwendigen Flures organisiert. Die Aula/ der Speiseraum soll für Theatervorführungen eine mobile Bühne sowie Sitzbestuhlung von 199 Personen aufnehmen.

Bei dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bestehen Anforderungen hinsichtlich der Rekonstruktion des Mansardendachs, der Oberflächen der Bodenbeläge in Fluren und Treppenhäusern, der historischen Innentüren, dem Ensemble des Baumbestands der Freianlagen sowie der Farbgestaltung des Erweiterungsbaus.

Umbau eines ehemaligen Kirchengebäudes zu einer kulturellen Begegnungsstätte

Der Umbau der ehemaligen Kirche in Kleinmachnow zur kulturellen Begegnungsstätte erfolgte unter vielfältigen Bedingungen. Der Gemeindehauskomplex der evangelischen Auferstehungsgemeinde ist nicht zuletzt aufgrund seiner sorgfältig gestalteten Ziegelfassaden ein charakteristischer Teil der städtebaulichen Struktur Kleinmachnows. Außerdem wird er als Einzeldenkmal in der Denkmalliste des Landes Brandenburg geführt.

1929 entstand das Gemeindehaus nach Plänen von Winfried Wendland und 1946 erweiterte ein Kirchensaal nach Entwürfen von Friedrich Blume das Konzept. In einer späteren Bauphase ergänzte man den Glockenturm, während 1992 eine Teilmodernisierung stattfand.

Aufgabe war an dieser Stelle das ehemalige Gemeindehaus denkmalgerecht zu sanieren und zu einer kulturellen Begegnungsstätte mit musealem Charakter umzubauen. Neben der brandschutztechnischen Ertüchtigung, der Modernisierung der Gebäude- und Anlagentechnik und der Herstellung von Barrierefreiheit gehört auch die Neugestaltung der Freianlagen zum Kern der Sanierungsmaßnahmen.

Im Rahmen des Planungsprozesses leitete sich aus einem intensiven, konstruktiven Austausch mit den Nutzern ein maßgeschneidertes Raumprogramm ab. So finden im Erdgeschoss diverse Veranstaltungen wie Ausstellungen, Lesungen, aber auch Filmvorstellungen statt. Mithilfe des Museumscafés mit direktem Ausgang ins Grüne werden die ortsbildprägenden Freianlagen mit den zahlreichen Kiefern in das Nutzungskonzept integriert.

Im Obergeschoss befinden sich Nebenräume wie Museumswerkstatt, Seminarräume, Büros und WCs. Den bisher fehlenden 2. Rettungsweg aus dem Obergeschoss und Dachgeschoss bildet nun eine Spindeltreppe, welche sich durch ihre Verkleidung aus vertikalen Holzlamellen dezent in das Kirchenensemble einordnet.